Viele Länder können mit einzigartigen Desserts aufwarten, die nicht nur durch Aussehen, Duft und Geschmack begeistern, sondern auch einen bleibenden Eindruck bei Reisenden hinterlassen. Doch das wohl beliebteste Reiseziel für kulinarisch interessierte Touristen ist Wien. Dieser Ort ist für viele kulinarische Köstlichkeiten berühmt, aber die Sachertorte ist die unvergleichlichste. Es ist ein kulinarisches Wahrzeichen und zugleich von vielen Geheimnissen und Mysterien umgeben.

Der gastronomische Fototourismus erfreut sich derzeit wachsender Beliebtheit. Die wohl sichersten und genussvollsten Erlebnisse, inklusive appetitanregender Fotos, werden von Liebhabern von Süßspeisen und anderen kulinarischen Köstlichkeiten genossen. Desserts bereiten Freude, und die Entdeckung traditioneller Süßigkeiten bringt Abwechslung in den Alltag.

Geschichte des Erscheinungsbildes

Sachertorte – Wiener Wahrzeichen 2

Für Naschkatzen unter Touristen ist es kein Geheimnis, dass das Rezept für dieses Wiener Meisterwerk vom Konditor Sacher Franz kreiert wurde. Der Legende nach entstand die Inspiration für die Erfindung der Wiener Schokoladentorte aus Franz' Wunsch, den österreichischen Außenminister Metternich bei einem großen Empfang zu beeindrucken. Die Sachertorte wurde 1832 erfunden, kurz nachdem Franz 16 Jahre alt geworden war. Damals fand das berühmte Rezept der Torte weitgehend Beachtung. Weltweite Bekanntheit erlangte die Wiener Torte erst, als rund um den Globus Rechtsstreitigkeiten darüber entbrannten, wer das Recht haben sollte, das Rezept, das als „klassisch“ gelten sollte, zu verwenden. Die Streitigkeiten wurden von zwei Parteien angestrengt:

  1. Das Wiener Hotel Sacher, gegründet von Eduard Sacher;
  2. Die Konditorei Demel, wo Eduard Sacher seine Ausbildung absolvierte.

Dem Gericht wurden Zeugenaussagen zur Zusammensetzung des Rezepts vorgelegt, auf denen geringfügige Unterschiede bei den Zutaten festgestellt werden konnten, sowie ein Foto des Kuchens, auf dem geringfügige äußere Unterschiede erkennbar waren.

Schließlich legalisierte das Gericht im Jahr 1963 Folgendes:

  • Die Sachertorte aus dem gleichnamigen Hotel wird mit einer runden Schokoladenmedaille auf jedem Stück verkauft, auf der die Inschrift „Original Sacher-Torte“ eingeprägt ist.
  • Die Sachertorte der Konditoreimeisterin Demel wird mit einer Dekoration in Form einer dreieckigen Medaille mit der Inschrift „Eduard Sacher-Torte“ verziert sein.

Diese Gerichtsentscheidung wird auch heute noch strikt befolgt, sogar in Werbefotos.

Klassisches Kuchenrezept

Sachertorte – Wiener Wahrzeichen 3

Natürlich zeigt die Geschichte, dass so manches Rezept von Unternehmen streng gehütet wird. Niemand hat dieses Geheimnis bisher lüften können. Doch der verlockende Geschmack, der betörende Duft und das ansprechende Aussehen haben den Ausschlag gegeben. Zuerst suchten alle Köche in Österreich nach einem Rezept, das den Hauptkuchen perfekt ergänzen würde, und nun versucht die ganze Welt, das authentische Rezept für einen Schokoladenbiskuit mit ein oder zwei Schichten Aprikosenmarmelade, überzogen mit einer dicken Schokoladenglasur, nachzubacken.

Vielleicht möchten Sie nach Ihrer Reise ein eigenes Rezept für ein Wiener Wahrzeichen anhand eines Fotos kreieren. Vielleicht gelingt es Ihnen sogar, eines der bestgehüteten Geheimnisse zu lüften? Dazu benötigen Sie Folgendes:

  • 2 Tafeln hochwertiger Zartbitterschokolade,
  • 1,5 Packungen Bauernbutter,
  • 2 Tassen Zucker,
  • 6 Hühnereier,
  • 1 Teelöffel Natron oder spezielles Backpulver.
  • 1 Päckchen Vanillezucker,
  • Aprikosenmarmelade optional.

Zuerst die Schokolade schmelzen und abkühlen lassen. Dann Butter, einen Teil des Zuckers und Vanilleextrakt schaumig schlagen. Dasselbe mit den Eigelben und dem Natron wiederholen und anschließend mit dem Mehl vermengen. Die Butter-Zucker-Mischung und dann die Schokolade unterrühren. Nun das Eiweiß schaumig schlagen und sofort unter die Schokoladenmischung heben. Der Teig wird sehr luftig. Und hier ist die einfache Anleitung zum Backen eines jeden Kuchens:

  • Fetten Sie die Pfanne ein
  • den Teig hineingießen
  • Stelle die Pfanne in den Ofen
  • backen.

Die Ofentemperatur sollte 170 nicht überschreiten.0C. Die Backzeit beträgt dann etwa 50 Minuten. Der fertige Kuchen wird halbiert und mit Marmelade bestrichen. Anschließend wird er mit Schokoladenglasur überzogen. Laut der kulinarischen Überlieferung verleiht die belgische Glasur dem Kuchen seinen unverwechselbaren Geschmack.

Die schnellste Sachertorte ist die russische „Prager Torte“.

Sachertorte – Wiener Wahrzeichen 4

Zu Sowjetzeiten galten hochwertige Desserts als Luxus. Am beliebtesten war der Prager Kuchen. Sein Foto zierte jede Food-Zeitschrift. Es handelt sich dabei um ein Rezept für die sowjetische Variante der Sachertorte. Russische Konditoren legten keinen Wert auf Originalität, und so wurde das Rezept vereinfacht. Aprikosenkonfitüre wurde durch Marmelade ersetzt. Auch heute kann man den Prager Kuchen, eine Verwandte der Sachertorte, zu Hause backen. Am schnellsten gelingt er jedoch im Schongarer.

Für das Dessert benötigen Sie zwei geschlagene Eiweiße, je eine Tasse saure Sahne und Zucker, eine halbe Dose Kondensmilch, 1,5 Tassen Mehl, 0,5 EL Backpulver und 2 EL Kakao. Vermengen Sie alles gut und geben Sie die Masse in eine Backform. Stellen Sie das Backprogramm auf 1 Stunde ein. Anschließend den Biskuitboden halbieren, abkühlen lassen und mit Marmelade bestreichen. Geschmolzene Schokolade eignet sich als Glasur. Lassen Sie den Kuchen vor dem Servieren etwas ruhen. Die russische Variante der Sachertorte ist fertig. Machen Sie ein Foto zur Erinnerung.

Guten Appetit!

Video-Rezept für Sachertorte