„Leningradskiy“ – ein kulinarisches Meisterwerk der Sowjetära
Inhalt
In der UdSSR war die Mitte der 1950er Jahre durch die Blütezeit der Süßwarenindustrie gekennzeichnet. Trotz des eher dürftigen Sortiments gelang es der sowjetischen Lebensmittelindustrie, die Produktion einer ganzen Reihe kulinarischer Meisterwerke zu etablieren, darunter die Leningrader Kuchen. Ein Rezept für selbstgebackene Kuchen galt als Rarität; man fand es nur in populären Zeitungen und Zeitschriften, zusammen mit Fotos.
Leningrader Kuchen – die Geschichte seiner Entstehung
Das Hauptsortiment bestand damals aus Biskuitkuchen, die schnell knapp wurden. Andere Süßwaren wurden trotz steigender Nachfrage und Beliebtheit nur in begrenzten Mengen hergestellt. Eine angenehme Überraschung für die Verbraucher war das Auftauchen von Mürbeteigkuchen (siehe Abbildung), die sich bald großer Beliebtheit erfreuten.
Leningrader Konditoren experimentierten und kreierten mit Mürbeteig ein kulinarisches Meisterwerk. Das Rezept für das neue Produkt wurde Anfang 1960 genehmigt. Seit diesem Jahr ist der als „Leningradsky“ bekannte Kuchen in russischen Geschäften und in der kulinarischen Welt erhältlich.
Das neue Produkt wurde so benannt, um mit den bekannten Produkten der Kiewer Karl-Marx-Fabrik zu konkurrieren, die Süßwaren unter der Marke „Kiew“ herstellte. In Leningrad wurde das Produkt nach dem neu eingeführten GOST-Standard gefertigt. Fotos in alten Kochzeitschriften und im Internet zeigen die fertigen Leckereien mit dem Schriftzug „Leningradsky“. Leider ist ein solches Produkt heute praktisch nicht mehr zu finden; die heimischen Konditoreien stellen keine Kuchen mit diesem Namen mehr her, sondern bieten stattdessen Produkte an, die dem Rezept des bekannten Desserts nur noch ähneln.
Das Originalrezept für dieses süße Dessert, ursprünglich aus der sowjetischen Küche, ist bis heute erhalten geblieben. Allen, die sich nach den köstlichen Genüssen vergangener Zeiten sehnen, empfehlen wir, diesen leckeren Kuchen selbst zu backen.
Liste der benötigten Zutaten
Obwohl das Rezept viele Zutaten enthält, ist der Backvorgang im Grunde unkompliziert. Für einen geübten Hobbykoch ist die Zubereitung des Leningrader Kuchens zu Hause ein Kinderspiel.
Wir bieten Ihnen ein Rezept für Shortbread-Kuchen nach GOST-Normen mit einer genauen Zutatenliste und der klassischen Zubereitungsmethode. Für den Anfang benötigen Sie folgende Zutaten:
Zur Zubereitung von Mürbeteig:
- Mehl – 500 g;
- ein Glas Zucker;
- Backmargarine – 300 g;
- Eier - 2 Stück;
- Eigelb - eins;
- Vanillin - 1 g;
- Backpulver – ein Esslöffel.
Zur Zubereitung der Creme benötigen wir:
- Butter – 300 g;
- Kondensmilch – 400 g;
- ein Glas Puderzucker;
- Kakao – zwei Esslöffel.
Die Verwendung von Margarine beim Backen sollte den Geschmack der Kuchen nur verbessern. Dieses Rezept ist seit Jahren erprobt und bewährt, und in diesem Fall sollte die Verwendung von Margarine beim Backen nicht irreführend sein.
Die Zubereitung von Schokoladenfudge verdient besondere Aufmerksamkeit; wir bieten Ihnen ein Rezept dafür an.
Hierfür benötigen Sie Folgendes:
- ein Eiweiß;
- Puderzucker - 150 g;
- Kakao - 3 Esslöffel;
- ein Glas Wasser.
Als Füllung eignen sich Aprikosenmarmelade, hausgemachte Konfitüre oder süß-saure Aprikosenkonfitüre. Für eine besondere Note empfiehlt das Rezept die Zugabe von Nüssen.
Der Prozess der Kuchenherstellung
Mürbeteig lässt sich recht schnell und einfach zubereiten, doch für ein optimales Ergebnis sollten einige Details im Voraus beachtet werden. Die Margarine in einer separaten Schüssel weich werden lassen, Zucker und Vanilleextrakt hinzufügen. Anschließend zwei Eier und separat ein Eigelb dazugeben. Alles gründlich verrühren, bis ein glatter Teig entsteht. Zum Schluss gesiebtes Mehl und Backpulver unterrühren.
Kneten Sie alles nochmals sorgfältig durch und stellen Sie den Teig für anderthalb Stunden in den Kühlschrank. Das Rezept sieht zwei Schichten vor, teilen Sie den gekühlten Teig also in zwei gleich große Portionen. Übrigens: Das Originalrezept für Leningrader Kuchen sieht fünf Schichten vor (siehe Abbildung), aber die sowjetischen Konditoren entschieden sich, die Menge zu reduzieren.
Der Teig wird 5 mm dick ausgerollt und anschließend auf ein Backblech gelegt. Jede Schicht wird 15–20 Minuten bei 200 °C gebacken.0Die fertigen Kuchenböden werden übereinandergestapelt und in zwei gleich große Stücke geschnitten. So entstehen vier gleich große Stücke. Diese werden erneut übereinandergestapelt und unebene Ränder abgeschnitten.
Während die Kuchenböden backen, können Sie die Creme zubereiten. Verrühren Sie die Butter mit der Kondensmilch und bestreuen Sie die Mischung anschließend mit Puderzucker und Kakaopulver. Verrühren Sie alles noch einmal. Stellen Sie die fertige Creme kalt.
Das Zusammensetzen des Kuchens zu Hause ist besonders interessant. Bestreichen Sie jede Schicht dünn mit Aprikosenmarmelade und verteilen Sie anschließend die vorbereitete Creme darauf. Das Rezept für diese Köstlichkeit sieht laut GOST ausdrücklich Aprikosenmarmelade vor.
Die oberste Schicht wird ebenfalls mit Marmelade bestrichen, und die Ränder unseres Meisterwerks werden mit Schokoladencreme überzogen. Nun bereiten wir den Zuckerguss zu. Dazu verrühren wir Puderzucker, Eiweiß und Kakaopulver. Anschließend geben wir ein Glas kaltes Wasser hinzu, bis die Masse weich und klebrig ist. Wir bestreuen das fertige Gebäck rundherum mit geriebenen Nüssen und bestreichen die oberste Schicht mit dem Zuckerguss. Wer mag, kann mit der restlichen Creme den bekannten Schriftzug „Leningradsky“ auf die gehärtete Oberfläche schreiben.
Eine beliebte Delikatesse aus der sowjetischen Küche ist fertig. Machen Sie vor dem Servieren ein Foto vom Dessert!











