"Armer Jude" mit einer sehr reichhaltigen Füllung
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„Armer Jude“ ist ein sehr origineller und leckerer Kuchen. Es bietet eine Vielfalt an Aromen und Texturen. Das einfache und schnell zuzubereitende Rezept eignet sich perfekt für die heimische Küche.
Name und Schöpfung
Der Ursprung dieses ungewöhnlichen Namens ist unbekannt. Er leitet sich wahrscheinlich von dem Sprichwort „Not macht erfinderisch“ ab. Juden sind bekannt für ihre praktische Veranlagung und ihren Einfallsreichtum. Die Ernährung eines armen Juden besteht aus einfachen Zutaten, die in jedem Haushalt zu finden oder im nächsten Laden zu kaufen sind.
Die Zutaten für dieses Kuchenrezept sind preiswert und leicht erhältlich. Ausgehend vom Originalrezept können Sie den Kuchen ganz nach Ihrem Geschmack abwandeln. So lassen sich beispielsweise Rosinen und Pflaumen durch andere Trockenfrüchte ersetzen. Feigen, Birnen, Pfirsiche, getrocknete Erdbeeren und sogar Bananen eignen sich hervorragend.
Statt Walnüssen können Sie den Kuchen auch mit Mandeln, Cashewnüssen, Haselnüssen oder gerösteten Erdnüssen backen. Für eine frische Note und einen noch reichhaltigeren Geschmack können Sie einen festen, grünen Apfel, Pflaumen oder Quitten in eine der Schichten einarbeiten. Ein einfacher Jude wird durch Improvisation noch köstlicher.
Zutaten
Der Kuchen besteht aus drei verschiedenen Schichten und Sahne. Die erste Schicht enthält Rosinen:
- ein halbes Glas Zucker
- ein halbes Glas Mehl
- ein halbes Glas fettarme saure Sahne
- 1 Ei
- 1 Teelöffel Backpulver
- etwa 50 Gramm Rosinen
Für die übrigen Kuchen ist die Zutatenliste die gleiche wie für den ersten, nur dass beim zweiten Kuchen die Rosinen durch ein halbes Glas Mohnsamen ersetzt werden und beim dritten durch ein halbes Glas Pflaumen und einhundert Gramm Walnüsse.
Zur Zubereitung der Creme benötigen Sie:
- 1 Dose gekochte Kondensmilch
- 100 Gramm Butter
Vorbereitung der Füllung
Für die Zubereitung des Kuchens beginnen Sie mit der Füllung. Damit der „Arme Jude“ nicht austrocknet, weichen Sie Mohn, Pflaumen und Rosinen 30 Minuten lang in separaten Behältern in heißem Wasser ein. Sobald die Rosinen und Pflaumen gedämpft, das Wasser aufgenommen und saftig sind, können Sie sie in unterschiedlich große Stücke schneiden, pürieren oder ganz für die Füllung verwenden.
Das Rezept für Mohnsamen ist etwas anders. Geben Sie die Mohnsamen in ein Sieb, lassen Sie das Wasser abtropfen, mahlen Sie sie dann zu einer Paste und drücken Sie diese durch ein Passiertuch. Andernfalls hinterlassen sie einen unangenehmen Biss. Nach Belieben kann der Mohnpaste Wiesen- oder Blütenhonig hinzugefügt werden, was den säuerlichen Mohngeschmack verstärkt.
Wenn die Walnüsse frisch sind, trocknen Sie sie im Ofen und entfernen Sie unbedingt alle Schalen, da diese dem Kuchen eine unnötige Bitterkeit verleihen würden.
Vorbereitung der Kuchenschichten
Für alle drei Schichten wird dasselbe Rezept verwendet. Zuerst Ei und Zucker schaumig schlagen. Unter ständigem Rühren die saure Sahne hinzufügen. Mehl und Backpulver vermischen und nach und nach unter die Ei-Sahne-Mischung heben. Vorsichtig, aber gründlich verrühren, bis keine Klümpchen mehr vorhanden sind.
Sobald der Teig elastisch und cremig ist, kann die Füllung hinzugefügt werden. Achten Sie darauf, dass die Zutaten für die Füllung gleichmäßig im Teig verteilt sind. Zum Backen den Teig in eine gut gefettete, runde Backform geben.
Im Originalrezept wird empfohlen, die Kuchen dünner zu backen. Verwenden Sie daher am besten eine breite Backform. Falls die Form nicht groß genug ist und die Kuchen zu hoch werden, halbieren Sie sie und backen Sie zwei Kuchen gleichzeitig. In diesem Fall benötigen Sie jedoch die doppelte Menge an Zuckerguss.
Jeder Kuchenboden wird einzeln gebacken. Im vorgeheizten Backofen bei 180 Grad Celsius (350 Grad Fahrenheit) etwa 30 Minuten backen, bis der Kuchen gar ist. Mit einem Holzspieß oder Zahnstocher prüfen, ob er durchgebacken ist: Wenn er sauber herauskommt, ist der Kuchen fertig.
Die Creme zubereiten und den Kuchen zusammensetzen
Sobald alle Kuchenböden vorbereitet und abgekühlt sind, können Sie mit der Zubereitung der Creme beginnen. Die Butter im Wasserbad weich werden lassen. Anschließend mit der gekochten Kondensmilch vermengen und glatt rühren.
Der „Arme Jude“ kann in beliebiger Reihenfolge zusammengesetzt werden. Aufgrund der Textur empfiehlt es sich, die Mohnschicht in die Mitte zu legen. Da sie am gleichmäßigsten und glattesten ist, bildet sie einen schönen Kontrast zu den Schichten mit der größeren Füllung.
Beim Glasieren nicht mit der Sahne sparen. Sie sollte jede Schicht gut durchtränken, damit der Kuchen schön saftig wird. Nach dem Glasieren jeder Schicht die restliche Sahne verwenden, um Oberseite und Seiten zu bestreichen. Mit gehackten oder ganzen Nüssen, Buttercreme oder Schokoladenstückchen dekorieren.
Der arme Jude braucht Zeit zum Ziehen. Am besten lässt man ihn über Nacht im Kühlschrank und nimmt ihn erst kurz vor dem Servieren heraus.
Dieser außergewöhnliche Kuchen eignet sich perfekt für ein festliches Essen oder eine gemütliche Teeparty zu Hause. Das einfache Rezept lässt sich leicht zubereiten, bevor die Gäste eintreffen. „Armer Jude“ überrascht immer wieder mit seinen Geschmackskombinationen und verzaubert mit seinem Duft. Dieser Kuchen hat nur einen Nachteil: Er ist immer viel zu schnell weg.













