Wie man eine Charlotte backt: Temperatur, Zeit und Backmethode
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Charlotte ist ein süßes Dessert aus Äpfeln in einem dünnen Teig. Anstelle von Äpfeln können auch Bananen, Birnen, Pflaumen oder Beeren verwendet werden. Charlotte lässt sich im Elektro- oder Gasofen, in der Mikrowelle oder im Schongarer zubereiten. In diesem Artikel erfahren Sie mehr über die Zubereitung dieses Desserts mit den verschiedenen Küchengeräten.
Die Nuancen des Backens von Charlotte
Für die Zubereitung einer hochwertigen Charlotte müssen Sie folgende Regeln befolgen:
- Eier sollten Zimmertemperatur haben, daher ist es am besten, sie vorher aus dem Kühlschrank zu nehmen.
- Seien Sie beim Verquirlen dieser Masse vorsichtig. Trennen Sie am besten das Eiweiß sorgfältig vom Eigelb, verquirlen Sie beides separat und vermengen Sie es anschließend. Dadurch wird das Gebäck zarter und luftiger.
- Um dem Dessert einen reichhaltigeren Geschmack und ein intensiveres Aroma zu verleihen, können Sie dem Teig etwas Vanillezucker, Vanillin, Zimt, Muskatnuss oder Zitronenschale hinzufügen.
- Fetten Sie die Backform mit Butter ein und bestreuen Sie sie mit Grieß oder legen Sie sie mit geöltem Backpapier aus, um den Kuchen nach dem Backen leichter herausnehmen zu können. Vermeiden Sie die Verwendung von Alufolie, da diese die Hitze speichert und den Kuchen verbrennen lassen kann.
- Bevor man das Dessert in den Ofen schiebt, empfiehlt es sich, es 5-10 Minuten in der Küche ruhen zu lassen, damit der Teig alle Zwischenräume zwischen den Äpfeln ausfüllt und sich eine knusprige Kruste auf der Oberfläche des Desserts bildet.
- Sobald die Charlotte fertig ist, lassen Sie sie noch eine Weile im ausgeschalteten Ofen ruhen. Wenn Sie sie aus der Form nehmen, solange sie noch heiß ist, kann sie ihre Form verlieren oder zerbröseln.
Um Charlotte in einem Elektro-/Gasofen zu backen, verwendet man am besten eine Metall- oder Silikonform mit hohem Rand.
Um einen Kuchen in der Mikrowelle zuzubereiten, kann man den Teig in ein hitzebeständiges Glasgefäß füllen.
Verwenden Sie keine Glasbackformen im Backofen, da diese nur für kalte Öfen geeignet sind. Bedenken Sie, dass sich das Dessert beim Backen ausdehnt, füllen Sie die Form daher nicht vollständig.
Wie lange und bei welcher Temperatur sollte ich die Charlotte backen?
Bevor Sie die Backform mit dem Teig in den Ofen schieben, müssen Sie diesen unbedingt vorheizen. Andernfalls geht der Kuchen nicht auf und backt ungleichmäßig. Vermeiden Sie es außerdem, die Ofentür oder den Deckel während des Backens zu öffnen. Ein plötzlicher Temperaturwechsel kann die Backqualität beeinträchtigen.
In einem Gasofen
Für die Zubereitung einer Charlotte mit Kefir benötigen Sie:
- 2 Eier;
- 70 ml Pflanzenöl;
- 2 Äpfel;
- 0,5 l Kefir;
- 200 g Zucker;
- 1 EL Zitronensaft;
- 0,5 kg Mehl;
- Je 1 Teelöffel gemahlener Zimt und Backpulver;
- 0,5 TL Muskatnuss.
Schrittweise Vorgehensweise:
- Zuerst die Eier in einer großen Schüssel gründlich verquirlen und dabei Zucker hinzufügen.
- Gießen Sie den Kefir hinzu und vermischen Sie die Zutaten erneut gut.
- Anschließend die gewaschenen Äpfel in kleine Stücke beliebiger Form schneiden und mit der süßen Masse vermengen. Zitronensaft, Gewürze und Pflanzenöl hinzufügen.
- Dann nach und nach das mit Backpulver vermischte Mehl unter ständigem Rühren hinzufügen. Der Teig sollte leicht flüssig und klumpenfrei sein.
- Die Mischung in eine gefettete Backform geben. Am besten verwendet man eine hitzebeständige Form mit einem Loch in der Mitte, um ein gleichmäßiges Backen zu gewährleisten.
- Den Kuchen auf die mittlere Schiene des vorgeheizten Ofens schieben und 30–40 Minuten backen.
Die optimale Backtemperatur im Gasofen liegt bei 185–190 Grad Celsius. Ist der Teig zu flüssig, erhöhen Sie die Temperatur auf 200 Grad Celsius. Prüfen Sie vor dem Herausnehmen aus dem Ofen, ob die Charlotte durchgebacken ist, indem Sie mit einem Holzspieß in die Mitte stechen. Bleibt kein Teig daran kleben, ist das Dessert fertig.

In einem Elektroofen
Für die Zubereitung einer mehlfreien Charlotte im Elektroofen benötigen Sie:
- 3 – 4 Äpfel;
- Ei;
- 250 ml Kefir;
- 1 Tasse Grieß;
- 3 EL Kristallzucker.
Schrittweise Vorgehensweise:
- Gießen Sie den Kefir in eine große Schüssel, geben Sie dann den Grieß hinzu und rühren Sie um. Lassen Sie die Mischung 1 Stunde bei Zimmertemperatur ruhen, damit der Grieß quellen kann.
- Nach Ablauf der angegebenen Zeit das Ei mit dem Zucker in einem separaten Behälter schaumig schlagen, zur Grießmischung geben und die Zutaten gründlich vermengen.
- Waschen Sie die Äpfel, entfernen Sie das Kerngehäuse und schneiden Sie sie in dünne Scheiben oder Würfel.
- Eine Backform mit Butter einfetten, die Fruchtmischung darauf verteilen und den vorbereiteten Teig darüber gießen.
- Das Werkstück in einen gut vorgeheizten Elektroofen auf mittlerer Schiene legen.
Backen Sie die Charlotte 40–45 Minuten bei 190–200 °C mit Umluftfunktion (falls vorhanden). Diese Funktion sorgt für gleichmäßiges Backen, da die heiße Luft im gesamten Ofen zirkuliert. Die genaue Backtemperatur hängt von den Leistungsdaten Ihres Ofens ab.
In einem Multikocher
Für die Zubereitung von Charlotte im Schongarer benötigen Sie:
- 1 Tasse Kristallzucker;
- je 250 g weiche Birnen und Äpfel;
- 3 Eier;
- 50 g Butter;
- 1 Tasse Mehl;
- 1 TL Backpulver;
- gemahlener Zimt nach Geschmack.
Schrittweise Vorgehensweise:
- Zuerst die Eier in einer großen Schüssel gründlich verquirlen, dann den Zucker unter ständigem Rühren hinzufügen. Die Mischung sollte schaumig werden und der Zucker sich vollständig aufgelöst haben.
- Anschließend Mehl, Zimt und Backpulver nach und nach hinzufügen und die Mischung vorher 2-3 Mal sieben. Die Zutaten gründlich vermengen und den Teig 30 Minuten bei Zimmertemperatur ruhen lassen.
- Bereiten Sie in der Zwischenzeit das Obst vor: Waschen Sie Äpfel und Birnen gründlich und schneiden Sie sie anschließend in gleichmäßige Stücke, zum Beispiel in dünne Scheiben, Spalten oder kleine Würfel. Sie können das Obst auch schälen.
- Den Boden und die Seiten des Multikocher-Topfs mit Butter einfetten und die Hälfte des geruhten Teigs hineingeben.

- Anschließend die Früchte gleichmäßig verteilen und die restliche süße Mischung darüber gießen.
- Schließen Sie den Multikocher, wählen Sie das Programm „Backen“ und stellen Sie den Timer auf 35–45 Minuten ein. Die genaue Backzeit hängt von der Teigdicke und dem Fassungsvermögen der Schüssel ab.
Nach 40 Minuten mit einem Holzspieß prüfen, ob der Kuchen gar ist. Falls er innen noch etwas roh ist, weitere 5–10 Minuten backen. Den fertigen Charlotte erst aus dem Ofen nehmen, wenn er abgekühlt ist.
In der Mikrowelle
Für die Zubereitung von Charlotte in der Mikrowelle benötigen Sie:
- 4 Eier;
- 0,5 Tassen Zucker;
- 140 g Mehl;
- 2 – 3 Äpfel;
- 1 Päckchen Vanillin;
- 1 TL Backpulver.
Schrittweise Vorgehensweise:
- Zuerst die Äpfel schälen, das Kerngehäuse entfernen und in kleine Würfel oder dünne Scheiben schneiden.
- Verteilen Sie die Fruchtmischung anschließend gleichmäßig in einer Silikon- oder Glasbackform. Fetten Sie die Form vorher mit Butter ein.
- Als Nächstes Eier und Zucker in einer großen Schüssel 5–7 Minuten schaumig schlagen. Anschließend Mehl, Backpulver und Vanilleextrakt hinzufügen und zu einem glatten, leicht flüssigen Charlotte-Teig verkneten. Für einen ausgewogenen Geschmack kann eine Prise feines Salz hinzugefügt werden.
- Gießen Sie die Mischung gleichmäßig über die Äpfel und erhitzen Sie sie 7–10 Minuten lang in der Mikrowelle auf höchster Stufe. Die genaue Backzeit hängt von der Dicke des Teigs ab.
- Nach Ablauf der angegebenen Zeit prüfen Sie, ob die Charlotte gar ist; falls nötig, backen Sie den Kuchen weitere 2–3 Minuten.
Verfügt Ihr Gerät über eine Grillfunktion, empfiehlt es sich, diese einzuschalten. Dadurch erhält der Kuchen eine köstliche, goldbraune Kruste. Alternativ können Sie den Kuchen zunächst im normalen Modus backen und nach 7 Minuten den Grill für 2–3 Minuten zuschalten.

Ein Schritt-für-Schritt-Rezept für klassische Apfel-Charlotte mit Fotos
Apfel-Charlotte, nach klassischem Rezept zubereitet, ist luftig und zart. Wenn Sie die Eier und den Zucker mit einem Mixer gründlich aufschlagen, bildet sich beim Backen eine köstliche, knusprige Kruste. Verwenden Sie am besten weiche, säuerliche Apfelsorten.
Erforderliche Komponenten:
- 210 g Mehl;
- 3 – 4 Eier (je nach Größe);
- 150 g Kristallzucker oder Puderzucker;
- 1 TL Backpulver;
- 3 – 4 Äpfel;
- gemahlener Zimt, Vanillin (optional).
Wenn Sie süße Früchte verwenden, können Sie die Zuckermenge reduzieren.
Schrittweise Vorgehensweise:
- Zuerst die Eier in eine große Schüssel geben und mit einem Handrührgerät oder Schneebesen gründlich verquirlen. Nach und nach das Süßungsmittel hinzufügen und dabei ständig rühren und die Geschwindigkeit erhöhen. Die süße Mischung etwa 4–5 Minuten lang schlagen.

- Das gesiebte Mehl nach und nach unter die weiße Mischung heben. Die Zutaten bei niedriger Stufe zu einem glatten, flüssigen Teig verrühren. Nach Belieben Backpulver, Zimt und Vanilleextrakt hinzufügen.

- Eine Backform mit Backpapier auslegen und mit Butter einfetten. Alternativ können Boden und Rand der Form mit Grieß bestreut werden. Anschließend die in kleine, dünne Spalten geschnittenen Äpfel gleichmäßig darauf verteilen. Nach Belieben schälen.

- Gießen Sie anschließend den Teig hinein und achten Sie darauf, dass die Äpfel gleichmäßig mit der süßen Mischung überzogen sind. Heben Sie dazu die Zutaten vorsichtig mit einem Löffel oder Spatel in die Pfanne.

Den Backofen auf 180 Grad Celsius vorheizen und den Kuchen hineinschieben. Die Apfel-Charlotte 40 bis 50 Minuten backen. Mit einem Zahnstocher oder Holzspieß prüfen, ob sie gar ist; nach dem Einstechen sollte kein roher Teig mehr daran kleben. Die fertige Charlotte auf einen flachen Teller stürzen. Nach dem Abkühlen in mehrere Stücke schneiden und mit Puderzucker bestäuben.

Wie Sie bereits festgestellt haben, ist die Zubereitung einer Charlotte gar nicht schwer. Wichtig ist vor allem, die richtigen Mengenverhältnisse einzuhalten, sich an das Rezept zu halten und die Feinheiten eines gelungenen Desserts zu beachten. Heizen Sie den Ofen vor, bevor Sie die Form mit dem Teig hineinstellen. So backt der Kuchen gleichmäßig und wird schön locker. Achten Sie außerdem darauf, dass die Ofentür während des Backens geschlossen ist, da der Kuchen sonst zusammenfällt. Prüfen Sie mit einem Holzspieß, ob der Kuchen gar ist.








