Apfelstrudel – ein Stück echtes Österreich
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Apfelstrudel (Foto) ist in Österreich ein so beliebtes Dessert, dass bis vor kurzem eine Braut nach ihrer Fähigkeit, ihn zuzubereiten, beurteilt wurde. Das Geheimnis liegt im hauchdünnen, fast durchscheinenden, „gezogenen“ Teig. Wiener Stadtführer erzählen Touristen eine Legende darüber, wie der persönliche Koch eines österreichischen Herrschers den Teig so dünn zog, dass man sogar Buchstaben hindurch lesen konnte.
Das Rezept für dieses Meisterwerk ist in unzähligen Variationen bekannt. Apfelstrudel ist ein Klassiker, ein typisch österreichisches Dessert, das für viele untrennbar mit Wien verbunden ist. Doch Strudel lässt sich nicht nur mit Früchten, sondern auch mit Fleisch, Fisch und Gemüse zubereiten.
Das Hauptmerkmal dieser Delikatesse
Das Besondere an diesem Kuchen ist der Teig. Köche vergleichen die Kunst des Strudelbackens mit der Kunst des Walzertanzens: Alles ist so geschmeidig und elegant, aber es ist unmöglich, es sofort zu beherrschen; es erfordert Erfahrung und Geschick. Ein großes Lob an die österreichischen Köche – sie machen das hervorragend!
Der Strudelteig wird sehr gründlich geknetet. Anschließend wird er auf einem mit einem bemehlten Tuch bedeckten Brett ausgerollt. Traditionell verwenden österreichische Hausfrauen dafür Leinen- oder Baumwolltücher. In vielen österreichischen Familien wird das zum Ausrollen des Teigs verwendete Tuch jahrelang aufbewahrt und separat von anderer Wäsche gewaschen.
Seiten der Geschichte
Die Ursprünge dieses Kuchens sind unklar, doch eines ist sicher: Der Apfelstrudel (Foto) wurde nicht von den Österreichern erfunden. Seine Wurzeln liegen im Osten – im byzantinischen und späteren Osmanischen Reich – und lassen sich auf das türkische Gericht Baklava zurückführen. Man nimmt an, dass die Türken als Erste Brötchen aus hauchdünnem Teig zubereiteten.
Das Rezept für dieses Dessert wurde später von den Ungarn übernommen, die nach dem Osmanischen Reich die Aromen des Ostens für sich entdeckten. Die Ungarn kennen heute sogar ein Gericht namens Retes, das stark an das Wiener Dessert erinnert. In Österreich erfreute sich Apfelstrudel während der Habsburgerzeit großer Beliebtheit. Das erste Strudelrezept findet sich in einem handgeschriebenen Kochbuch aus dem Jahr 1696 und wird im Archiv der Wiener Stadtbibliothek aufbewahrt.
Wie bereits erwähnt, ist Strudel nicht nur eine süße Leckerei. Österreichische Dorfbewohner servieren oft nicht nur Apfelstrudel (siehe Foto), sondern auch Strudel mit Pilzen und Kartoffeln, Käse und Kohl oder Fleisch. Es ist eine sättigende Mahlzeit, die die ganze Familie satt macht.
Heute findet man ähnliche Pastetenrezepte auch in den Nachbarländern Österreichs – in Moldawien (Vertuta mit Käsefüllung) und Griechenland (Butsaga mit Feta). Dank der großen Vielfalt an Füllungen ist diese Pastete in ganz Europa sehr beliebt.
Die Geheimnisse der Apfelstrudel-Zubereitung
Um dieses Meisterwerk richtig zuzubereiten, müssen Sie mehrere Punkte beachten:
- Das traditionelle österreichische Rezept sieht Mehl mit hohem Glutengehalt vor, wodurch der Teig elastischer wird. Falls Sie kein Mehl mit hohem Glutengehalt haben, können Sie normales Allzweckmehl verwenden; dadurch benötigen Sie etwas weniger Wasser.
- Ausgerollter Teig trocknet schnell aus. Nachdem Sie ihn geknetet und ruhen lassen haben, müssen Sie Ihre Arbeitsfläche vorbereiten – legen Sie eine saubere Tischdecke oder ein Handtuch (je nach Größe des Strudels) aus und befestigen Sie es so, dass es nicht verrutscht.
- Laut dem klassischen Rezept eignet sich für Strudel am besten eine Mischung aus süßen und sauren Apfelsorten.Die
Lasst uns mit dem Kochen beginnen.
Apfelstrudel zuzubereiten ist nicht einfach, aber die Mühe lohnt sich! Wenn Sie ihn einmal probiert haben, werden Sie ihn immer wieder backen und Ihre ganze Familie mit seinem Aroma und seinem reichen Geschmack begeistern, der auf der Zartheit des dünnen, knusprigen Teigs, dem herrlichen Duft der Mandeln, der Würze des Zimts und der angenehmen Säure der Äpfel basiert.
Wir benötigen also:
für den Test:
- 250 Gramm Premium-Mehl;
- eine halbe Tasse warmes Wasser;
- 1 Ei;
- Eine Prise Salz;
- Ein Esslöffel Butter.
für die Füllung:
- 3 große Äpfel;
- 1 Teelöffel Zimt;
- 100 Gramm Butter;
- 70 Gramm Mandeln (gehackt);
- 170 Gramm Rosinen;
- Zitronensaft;
- 2 Esslöffel Puderzucker;
- 100 Gramm Paniermehl;
- 125 Gramm Sauerrahm;
- 100 Gramm Zucker.
Kochschritte
- Mehl, Ei, Wasser, Salz und Butter vermengen und zu einem festen Teig verkneten. Zu einer Kugel formen, mit Butter einfetten und unter einer Schüssel ruhen lassen.
- Nun können wir, wie im Rezept beschrieben, die Füllung zubereiten. Schälen Sie die süß-sauren Äpfel, schneiden Sie sie in Würfel und beträufeln Sie sie mit Zitronensaft.
- Die Rosinen in Wasser einweichen.
- Die Semmelbrösel in Butter goldbraun anbraten.
- Nüsse, Zimt, Rosinen, Zucker, Äpfel und Mandeln zu den Semmelbröseln geben. Alles gut vermischen.
- Nun ist es, wie im Rezept beschrieben, Zeit, den Teig zuzubereiten. Legen Sie ein Handtuch oder ein Stück Stoff auf die Arbeitsfläche und bestäuben Sie es mit Mehl. Rollen Sie den Teig von der Mitte nach außen aus. Es erfordert etwas Mühe, den Teig dünn und glatt zu bekommen.
- Den ausgerollten Teig mit Butter einfetten (das Rezept erlaubt auch die Verwendung von Pflanzenöl) und die Füllung daraufgeben.
- Verteilen Sie die Füllung gleichmäßig auf dem Teig, lassen Sie dabei einen Rand von etwa 10 cm frei. Alternativ können Sie die Füllung auch nur auf einer Seite des Teigblatts verteilen und zu einem kleinen Hügel formen. So wird die Füllung von mehreren Teigschichten umschlossen.
- Den Teig mithilfe eines Tuchs fest aufrollen. Die Enden gut verschließen, damit die Füllung nicht ausläuft.
- Das fast fertige Dessert mit Butter einfetten und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen.
- Legen Sie das Brötchen für 30-40 Minuten in den auf 190 Grad vorgeheizten Ofen.
- Wenn unser Meisterwerk goldbraun ist, schalten Sie den Ofen aus und lassen Sie es 5 Minuten köcheln.
- Wir nehmen den Kuchen aus dem Ofen, fetten ihn erneut mit Butter ein und lassen ihn abkühlen.
Der fertige Apfelstrudel (Foto) kann in Portionen geschnitten, mit Puderzucker bestreut oder mit Schlagsahne garniert werden.
Jetzt ist der perfekte Zeitpunkt, um sich einen starken Tee zuzubereiten, die Familie an den Tisch einzuladen und dieses exquisite Meisterwerk aus dem fernen Österreich gemeinsam zu genießen! Guten Appetit!













