Kartoffelkuchen nach bester Tradition oder wie man die GOST-Standards erfüllt
Es gab nicht viele Gebäcksorten, die Kindern in der UdSSR Freude bereiteten. Und noch weniger haben bis heute überlebt. Die „Kartoshka“ hat Glück. Sie hat nicht nur in der Erinnerung erwachsener Kinder überlebt, sondern ist auch in den Regalen von Konditoreien zu finden. Und doch entspricht die moderne Version kaum dem, wie der „Kartoffelkuchen“ laut GOST eigentlich aussehen sollte.
Damals umfasste das staatliche Normungssystem praktisch alle in der UdSSR hergestellten Produkte. Auch für „Kartoshka“ gab es eine eigene Norm, ein klassisches Rezept, das Produktstandards und Herstellungsverfahren festlegte. Und man muss sagen, diese Delikatesse war wirklich köstlich.
Erstens ähnelte der Kuchen tatsächlich einer Kartoffel. Er war außen dunkel (mit Kakao bestäubt) und innen hell, wie es sich für dieses Wurzelgemüse gehört. Die Oberseite der „Kartoshka“ war mit improvisierten Sahne-„Sprossen“ verziert. Zweitens verlangte das Rezept Biskuitteig, keine Kekse, Plätzchen oder Brötchen. Genau das, kombiniert mit der feinen Sahne, machte die „Kartoshka“ zur beliebtesten und begehrtesten Süßigkeit sowjetischer Kinder.
Das Rezept wurde später geändert, und zwar aus nicht gerade erfreulichen Gründen: Ein minderwertiger, verbrannter Biskuitkuchen lässt sich leicht mit Kakaoaroma überdecken. So verlor die „Kartoshka“ ihr ursprüngliches Aussehen und wurde völlig braun.
Heute begeben wir uns zurück zu den Wurzeln, suchen das richtige Rezept und bereiten einen traditionellen Kartoffelkuchen zu – nach GOST-Standards, genau so, wie er in der UdSSR hergestellt wurde.
Echte Kartoffel
Um eine echte Kartoffel zu probieren, müssen Sie sie selbst anbauen. Das ist kinderleicht und sogar spannend. Für 10 leckere „Wurzelgemüse“ benötigen Sie:
- Mehl - 75 g (für Kekse);
- Stärke - 15 g (für den Keks);
- Eier – 3 Stück (für den Keks);
- Zucker – 90 g (für den Keks);
- Butter – 125 g (für die Sahne);
- Puderzucker – 65 g (für die Creme), 100 g (zum Wälzen);
- Kondensmilch – 50 g (in Sahne);
- Alkohol (Cognac oder Rum) – 3 TL (in Sahne);
- Kakaopulver – 70 – 80 g (zum Wälzen).
Kochprozess
Das Rezept sieht vor, den Kochvorgang mit einem Keks zu beginnen:
- Am besten heizt man den Ofen gleich zu Beginn vor. Der Biskuitteig sollte direkt nach der Zubereitung gebacken werden. Die Temperatur sollte hoch sein – 200 Grad Celsius. Es empfiehlt sich außerdem, das Backblech im Voraus vorzubereiten und mit Backpapier auszulegen.
- Zuerst werden die Eigelbe entfernt. Diese werden mit 2/3 des Zuckers mit einem Mixer gründlich geschlagen, bis eine fast weiße, dickflüssige Creme entsteht.
- Auch das Eiweiß wird nicht unbeaufsichtigt gelassen – jetzt ist es an der Reihe. Bevor Sie es aufschlagen (wie im Rezept angegeben), müssen Sie die Rührbesen gründlich waschen und abtrocknen. Schlagen Sie das Eiweiß eine ganze Weile, bis sich steife Spitzen bilden; erst dann können Sie den restlichen Zucker hinzufügen. Die Eiweißmasse muss so lange geschlagen werden, bis sie nicht mehr aus der Schüssel fällt, wenn man sie umdreht.
- Nun die beiden vorbereiteten Mischungen vorsichtig vermengen, indem man mit einem Löffel von unten nach oben (vom Rand zur Mitte) rührt. Das mit Stärke vermischte Mehl hinzufügen und ebenfalls mit einem Löffel vorsichtig verrühren, bis die Masse glatt ist.
- Den vorbereiteten Biskuitteig auf ein Backblech geben und 12–15 Minuten backen. Den Biskuitkuchen anschließend vollständig abkühlen lassen. Im Rezept wird empfohlen, den Backvorgang an dieser Stelle zu beenden und den Kuchen über Nacht ruhen zu lassen (vorausgesetzt, er wurde abends gebacken).
- Die abgekühlte Kuchenschicht muss gnadenlos zerkleinert und in einem Mixer zu Krümeln verarbeitet werden. Die Krümel in eine tiefe Schüssel geben.
- Bereiten Sie nun die Creme zu: Schlagen Sie die Butter mit dem Puderzucker schaumig, geben Sie dann die Kondensmilch hinzu und rühren Sie dabei ständig weiter. Stellen Sie einen Löffel der fertigen Creme zum Garnieren der Kartoffeln beiseite.
- Die Sahne mit den Keksbröseln in eine Schüssel geben, den Alkohol dazugeben und gut verrühren. Es sollte eine feuchte Masse entstehen, die sich leicht zu den späteren Kartoffelstücken formen lässt.
- Das Rezept sieht genau die richtige Menge Teig für 10 Kartoffeln vor. Formen Sie die Kartoffeln zu länglichen Stücken und wälzen Sie sie in einer Mischung aus Kakao und Puderzucker. Lassen Sie sie kurz ruhen und wälzen Sie sie dann erneut.
- Den letzten Schliff geben die „Augen“. Damit die Kartoffel „sprossen“ kann, drücken Sie mit einem Bleistift ein paar kleine Vertiefungen in ihre Oberfläche und geben Sie mit einem Spritzbeutel einen Tropfen der beiseitegestellten Sahne hinein. Stellen Sie die selbstgezogene Kartoffel anschließend für eine Stunde in den Kühlschrank.
Der GOST-konforme Kartoffelpuffer ist fertig! Dieses Rezept ist kinderleicht. Und das Beste daran ist: Er ist einfach zuzubereiten! wird es Ihnen ermöglichen, jederzeit die erstaunlichste Delikatesse zu genießen, die sich seit vielen Jahrzehnten zu Recht weltweiter Beliebtheit erfreut.
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