Kartoffeln sind eine süße Leckerei aus meiner Kindheit.
Es ist seltsam, aber neben den zahlreichen Köstlichkeiten, die heutzutage buchstäblich die Schaufenster schicker Konditoreien füllen, Die Nachfrage nach dem Rezept für das berühmte „Kartoffel“-Dessert ist nach wie vor ungebrochen.Wir kaufen es mit der gleichen Freude, sei es für den Urlaub oder zum abendlichen Tee.
Zu Sowjetzeiten gab es wohl kaum ein Café, in dem Dessertkartoffeln nicht zu den beliebtesten Desserts zählten. Jedes Lokal, und mittlerweile sogar verschiedene Läden, bieten ihre ganz eigene Variante mit einzigartigem Geschmack, Form und sogar Aroma an. Der Reiz des Rezepts liegt in der Freiheit, die Hauptzutaten selbst zu wählen.
Tatsächlich wissen unsere Großmütter und Eltern, dass diese „Kartoffel“ eigentlich kein Dessert ist, sondern vielmehr eine Wiederverwendung von Produkten, die im Laden nicht verkauft werden konnten. Nehmen wir an, Kekse oder Waffeln sind zerbröselt, Butter ist verformt, Zucker ist in unterschiedlich schweren Tüten übrig geblieben und so weiter – daraus lässt sich ein tolles Rezept zaubern. Und an dieser Stelle möchte man vielleicht denken: „Schön und gut, aber …“ Also schreiben wir: Schön und gut, aber nicht ganz! Die Geschichte hinter dem Rezept für die Süßkartoffel ist nämlich viel interessanter und fesselnder als das Wälzen von Keksen in Kakaopulver. Sie steckt voller Kühnheit, Einfallsreichtum und Witz.
Die Kartoffel hat finnische Wurzeln.
Johan Runeberg, der berühmte finnische Dichter („Idyllen und Epigramme“, „Der Landmann“), lebte nicht in einer Villa. Sein bescheidenes Dasein wurde eines Tages durch unerwartete Gäste unterbrochen. Nachbarn wären vorbeigekommen, hätten geplaudert und gescherzt, doch diese Gäste waren hochrangige Bürger, und es war geboten, ihnen gebührende Gastfreundschaft zu erweisen.
Johan hatte seinen Gästen nichts anzubieten. Nur ein paar Kleinigkeiten waren übrig: ein paar Kekse und etwas Schnaps. Vielleicht erinnern sich einige der Älteren noch an eine Zeit, vielleicht haben unsere Urgroßmütter davon erzählt, als Kekse nicht in bunten, raschelnden Verpackungen im Regal standen. Sie wurden für den Großhandel und für Familien in riesigen Säcken verpackt. Um also auf die „Runeberg-Rechnung“ zurückzukommen: Am Boden dieses Sacks war noch etwas übrig. Aber natürlich waren unter dem Gewicht und mit der Zeit alle Zutaten zerbröselt, und sie zu servieren, wäre ziemlich unpassend gewesen.
Johans treue und liebevolle Frau Frederica eilte ihm zu Hilfe. Nachdem sie ihren Mann fortgeschickt hatte, um die Gäste zu bewirten, nutzte sie die kurze Zeit, die ihr das Schicksal für ein gutes Rezept gelassen hatte, um die restlichen Kekse zu zerbröseln. Sie bedeckte die Krümel mit saurer Sahne, vermischte sie mit Marmelade und verfeinerte sie mit einem Schuss Likör. Aus der entstandenen Masse formte Frederica mühelos eine dicke Wurst und teilte sie in kleine Stücke, die in ihren Händen elegant und mühelos kleinen Kartoffeln ähnelten. Die Familie besaß zwar kein Kartoffelgericht, aber eine kostbare Silberplatte, perfekt für einen formellen Empfang wichtiger Persönlichkeiten. Darauf wurde das weltweit erste Süßkartoffel-Dessert nach dem Rezept von Madame Runeberg angerichtet.
Die Gäste waren von dem Dessert überrascht, doch ihre Neugier siegte über ihre Skepsis, und das Ergebnis war so makellos, dass alle im Salon Frederica an diesem Abend baten, das Rezept für diese Köstlichkeit preiszugeben. So verbreitete sich das Dessert rasch um die Welt und erhielt Ende des 19. Jahrhunderts seinen einzigen Namen: „Kartoshka“. Seitdem ist die Beliebtheit des Gebäcks ungebrochen.
Heutige „Kartoffelgerichte“ sind vielfältig und manchmal sogar überraschend. Große Kuchen werden aus einer Masse nach einem Rezept für Süßkartoffelknollen zubereitet und mit Sahne überzogen. Im Inneren dieses scheinbar einfachen Desserts findet sich oft eine süße Füllung wie gekochte Kondensmilch oder krümelige Halva, dazu Nüsse und Marmelade.
Tatsächlich ist kein richtiges Kartoffelrezept ohne einen Schuss guten Cognac vollständig. Er verleiht dem Dessert seinen verlockenden, köstlichen Duft. Zusammen mit dem Aroma von Kakao wärmt er die Seele und hebt die Stimmung.
Wir möchten Ihnen einige beliebte Kartoffelrezepte vorstellen:
Rezept Nr. 1
Für die Zubereitung von Dessertkartoffeln braucht man gute Laune, etwas Hilfe von den Kindern und einige Zutaten:
- Etwa ein Kilogramm Kekse oder trockenes Vanillebrot
- Nüsse, Rosinen, Waffeln
- 50 g Butter
- Creme 200 ml
- Zucker nach Geschmack
Der Rest liegt an Ihrer Fantasie und Ihrer guten Laune. Warum haben wir die Beteiligung von Kindern an der Kartoffelverarbeitung erwähnt? Weil diese spannende Aktivität unruhige Kinder für ein paar Minuten beschäftigt und die ganze Familie mit einer schönen Beschäftigung auf Trab hält. Es macht viel Spaß, gemeinsam Süßkartoffeln zu verarbeiten und über die Witze der anderen zu lachen.
Zerkleinern Sie also alle Zutaten, die Sie für den Kartoffelteig vorrätig haben, gründlich. Das können Lebkuchen-, Kuchen-, Gebäck- oder auch Mischteig sein – ganz nach Ihrem Geschmack. Die gängigste Basis ist natürlich Biskuitteig.
Gib ein Stück Butter zu den Krümeln. Achte darauf, dass die Butter einige Stunden Zimmertemperatur hatte. Du musst sie so lange in die Krümel einreiben, bis eine glatte Masse entsteht – das geht mit gefrorener Butter nicht. Um den Geschmack zu verfeinern, kannst du Kondensmilch, Zimt oder saure Sahne zu den Kartoffeln geben.
Zum Schluss werden die Kartoffeln mit Kakaopulver vermengt. Dabei können Sie nach Belieben vorgehen: Entweder Sie wälzen die weißen Kartoffeln vollständig im Pulver oder Sie vermengen den Kakao mit der Zuckermischung und der Butter, um einen goldbraunen Kuchen zu erhalten.
Videoanleitung zum Kochen von Süßkartoffeln:
Wie macht man „Kartoffeln“, wenn keine Kekse im Haus sind?
Um sicherzustellen, dass die Qualität des servierten Desserts zur Gewohnheit wird, ist es am besten, es von Anfang bis Ende selbst zuzubereiten. Hier ist, was Sie benötigen:
- Eier, 6 Stück.
- 6 EL Zucker
- Mehl 4 EL.
- Kartoffelstärke 1 EL
- Walnüsse 30 g
Für den Kuchen selbst ändert sich nichts:
- 150 g Butter
- Zucker 150 g
- 2 Eier
- Cognac oder Rum
- Schokolade, Kakao, Kaffeegetränk
Zubereitungsmethode:
Für einen köstlichen Kartoffelbiskuitkuchen ist besondere Sorgfalt beim Eieraufschlagen gefragt. Am besten bereitet man die Mischung in einem Wasserbad zu, indem man den Topf mit den aufgeschlagenen Eiern auf 50 °C erhitzt. Anschließend kann man die Masse mit einem Mixer aufschlagen. Während des Schlagens kühlt die dicke Masse auf Raumtemperatur ab.
Die Nüsse hinzufügen und erneut gründlich vermischen. Dies ist wichtig, damit die Nüsse gleichmäßig im Teig verteilt sind, da die Zugabe von Mehl die Konsistenz verdickt und eine Hälfte viele Nüsse enthalten könnte, während die andere gar keine enthält.
Der Teig sollte nicht zu fest sein. Er wird locker und weich. Legen Sie ihn auf ein Backblech und backen Sie ihn im vorgeheizten Ofen bei 200 °C (400 °F). Nach dem Backen lässt man den Biskuitkuchen in der Form abkühlen.
Für die Creme schlagen Sie die Eier und den Zucker am besten genauso wie den Biskuitteig, also im selben Wasserbad bei 50 °C. Schlagen Sie die Butter separat, damit sie sich beim Vermengen mit dem Eiweiß nicht klumpt. Sobald Sie in zwei separaten Schüsseln eine glatte Masse haben, vermengen Sie diese. Dadurch werden Klümpchen vermieden, und die Creme wird besonders cremig und erhält einen einzigartigen Geschmack.
Wenn Sie die Kartoffelcreme zubereiten, sollte Ihr Biskuitkuchen bereits abgekühlt sein. Ein vorsichtiges Herausnehmen aus der Form ist nicht nötig, da Sie den Kuchen anschließend durch einen Fleischwolf oder Mixer geben.
Beim Vermengen des Biskuitteigs mit der feinen Sahne etwas Sahne zum Dekorieren der Torte beiseite stellen und nicht vergessen, einen Löffel Rum oder Cognac hinzuzufügen. Ohne diese kleinen Tricks würde das Dessert seinen ursprünglichen Geschmack verlieren, doch das Aroma des würzigen Alkohols verleiht den Kartoffeln einen besonderen Charme und eine festliche Note.
Selbst wenn Sie dieses Dessert an einem Sommertag in Ihrer Datscha im Kreise der Nachbarsfamilien zubereiten, wird das Gefühl von Geborgenheit, familiärer Verbundenheit, Liebe und Harmonie noch lange nachwirken. Der würzige Duft dieser süßen Leckerei, der über den Tisch zieht, zaubert allen ein Lächeln ins Gesicht und regt den Appetit an.
Viele Familien pflegen seit langem die Tradition, den Festtagstisch mit diesem zeitlosen Kartoffelgericht zu schmücken, das die Stimmung vom Moment der Zubereitung bis zum Genuss hebt.










