Magische Maracons
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Kurioserweise ist das italienische Dessert „Macaroni“ mit Pasta verwandt, daher der Name. Einst war Mandelsuppe mit Teigstücken eines der traditionellen Gerichte. Bald wurden Teig und Mandeln in verschiedenen Rezepten und Gerichten verwendet, der Name blieb jedoch erhalten.
„Macaroni“ kamen dank Katharina von Medici nach Russland. Zuvor hatten Araber diese Süßspeise aus fernen Ländern mitgebracht. Damals sagte man: „Macaroni sind ungenießbar, weil sie Leidenschaften und allerlei Begierden entfachen, aber man kann sich ihnen auch einfach nicht entziehen.“ Probiert man aus Neugier einen Schokoladen-Macaron, liegt gleich daneben ein Pistazien-Macaron. Alles wäre gut, doch daneben findet sich ein Zitronen-Macaron, und zwei Macarons später ein Himbeer-Macaron – ein reizvoller Kontrast zum Blaubeer-Macaron.
Macaroni hat jeden auf dem Planeten in den Wahnsinn getrieben, der es jemals gewagt hat, dieses unvergessliche Dessert zu probieren. Japaner, Franzosen und Amerikaner verehren die Kunst der Makronenherstellung. Die Vielfalt an Farben, Düften und Aromen dieser glatten, glänzenden Kekse fesselt die Neugierde jedes Kindes. Und unter dem Motto „Was ist da drin?“ versuchen sie, so viele Makronen wie möglich zu essen und dabei die gesamte Farbpalette abzudecken.
Pasta: süß, scharf, fruchtig, fleischig
Parallel zur Süßwarenproduktion von Macarons tauchten auch Kekse mit dem Geschmack von Gänseleber, Pfeffer, Oliven und vielen anderen Produkten, die nichts mit Dessertaromen zu tun hatten, in den Regalen auf.
Pierre Hermé, der weltberühmte Konditor, bot als Erster individuell gestaltete Macarons an. Sie können Ihre Wunschgeschmacksrichtung und -farbe wählen, und Ihre Macarons tragen Ihre Initialen. Doch so einfach und unkompliziert, wie Sie vielleicht denken, ist es nicht. Sie müssen Ihre Macarons selbst backen, egal wie sie am Ende aussehen.
Nach diesem PR-Gag ist nicht mehr klar, was gefragter ist: die Macarons selbst oder Ermés Hauptbuch, das Rezepte für Desserts mit geheimen und exklusiven Zutaten enthält.
Das Buch liest sich mit dem Subtext: „Jeder sollte sich seinen eigenen Macaron verdienen.“ Wenn dein Debüt auf sich warten lässt und du alle Rezepte der ersten vier Seiten ausprobiert hast, aber nichts geklappt hat, gibst du natürlich auf. Doch eine unbekannte Kraft treibt dich immer wieder zu diesem geliebten Dessert zurück, um weiter mit dem Ofen, dem Teig und natürlich dir selbst zu experimentieren. Gelingt dir dein Macaron endlich, fühlst du dich, als hättest du einen riesigen Schritt in deiner Entwicklung gemacht.
Videoanleitung mit dem Original-Pastarezept:
Geheimnisse der Dessertzubereitung
Es ist eine seltsame Situation, aber das Geheimnis gelungener Kekse liegt darin, dass die Vorbereitung viel früher beginnt als der eigentliche Prozess und die Bearbeitung des Teigs.
Für den besten Macaron-Teig benötigen Sie gereiftes Eiweiß. Trennen Sie dazu das Eiweiß vom Eigelb und stellen Sie es zwei Tage vor der aufwendigen Zubereitung in den Kühlschrank. Nach ein paar Tagen verliert das Eiweiß seine Elastizität und wird weich. Wichtig: Kaltes Eiweiß lässt sich nicht zu Teig verarbeiten. Nehmen Sie den Teig daher erst einige Stunden vor dem Backen aus dem Kühlschrank, sonst haben Sie zwei Tage verschwendet.
Das Schälen von Mandeln ist zeitaufwendig. Sie können ein paar Minuten sparen, indem Sie sie mit kochendem Wasser übergießen und einweichen lassen. Die braune Haut löst sich dann von selbst, und sobald die Mandeln trocken sind, werden sie weich und glänzend und können direkt zu Mandelpulver vermahlen werden.
Dann vermischen Sie das Mandelpulver mit Puderzucker. Normaler Zucker funktioniert nicht; Ihre Mischung sollte wie ein süßer Sandsturm sein.
Um dem begehrten Mehl einen "leckeren" Geschmack zu verleihen, werden Sie nicht erraten können, ob Sie Farbstoffe verwenden oder, noch besser, Beerensäfte in die Mischung pressen.
Verwenden Sie für Ihr erstes Macaron Kakaopulver. Betrachten Sie dies nicht als Abkürzung, denn Sie sind erst auf halbem Weg und sollten klein anfangen.
Im nächsten Schritt werden die Eiweiße steif geschlagen. Für dieses Dessert werden die Eiweiße sehr fest geschlagen und mit einer Prise Salz gewürzt; Zucker ist nicht nötig. Während des Schlagens kann ein Tropfen Zitronensaft hinzugefügt werden, um die Eiweiße zu festigen.
Sobald sich das Eiweiß fest anfühlt, können Sie die Puderzucker-Mandel-Mischung vorsichtig unterrühren. Achten Sie dabei darauf, dass die luftige Konsistenz zwischen Eiweiß und Mandel-Zucker-Mischung erhalten bleibt. Das fertige Ergebnis sollte wie ein elastisches Band aussehen, das sich vom Löffel bis in die Rührschüssel erstreckt.
Ohne Backpapier lassen sich keine Macarons zubereiten, also besorgen Sie sich diese wertvolle Zutat am besten gleich.
Der geschlagene Teig wird in einen Spritzbeutel gefüllt. Diesen kann man sich ganz einfach selbst herstellen, indem man eine Ecke abschneidet. Spritzt nun kleine, gleichmäßig verteilte Punkte auf das gesamte Backblech.
Das Backblech kann erst in den Ofen geschoben werden, wenn dieser 160 Grad Celsius erreicht hat. Während der Ofen aufheizt, beginnen die Kekse auszutrocknen und bekommen eine knusprige Kruste. Backen Sie sie dann 15 Minuten lang.
Nicht alle Macarons werden so schön wie auf dem Bild, aber sie schmecken garantiert genauso gut. Wenn Sie sie für eine Festtafel zubereiten, können Sie die weniger perfekten Exemplare einfach beiseitelegen oder selbst genießen. Lassen Sie die Macarons vor dem Servieren etwa 20 Minuten abkühlen. Für den ultimativen Genuss servieren Sie Ihre Macarons mit Buttercreme.











