Japanische Lieblingsdesserts
Japanische Desserts unterscheiden sich völlig von den typischen europäischen Desserts mit ihrer Fülle an Schokoladencreme und Schlagsahne.Wenn man an Süßigkeiten aus Japan denkt, kommen einem meist nur Eiscreme oder grüner Tee in den Sinn. Doch die Liste der süßen Köstlichkeiten ist damit längst nicht erschöpft. Früher bestanden japanische Desserts hauptsächlich aus Früchten und Nüssen.
Die Speisekarte wurde nach der Aufnahme von Beziehungen zu europäischen Ländern angepasst. Japanische Köche, die Rezepte aus diesen Ländern übernommen hatten, passten sie so gut wie möglich an ihre eigene Esskultur und ihre Möglichkeiten an. Das Ergebnis sind ungewöhnliche Desserts, die den durchschnittlichen Europäer überraschen.
Desserts Wagashi Wagashi (和菓子) sind japanische Festtagssüßigkeiten, die nach einem besonderen Rezept und mit Kräutern zubereitet werden. Eine eigene Kategorie von Wagashi dient als Opfergabe für Gottheiten. Im Alltag passen diese Süßigkeiten hervorragend zu bestimmten Teesorten. Süßspeisen sind mittlerweile fester Bestandteil der japanischen Ernährung und werden nach dem Abendessen und zum Tee genossen.
Desserts Moti Mochi (餅) wird aus zu einer Paste vermahlenem Reis hergestellt. Dies geschieht in einem speziellen Mörser (Usu) mit einem Schlägel (Kain). Die Zubereitung von Mochi heißt „Mochitsuki“. Die Japaner verwenden für diese Delikatesse einen besonderen Klebreis mit stark klebenden Eigenschaften. Mochi wird traditionell zu festlichen Anlässen (zum Beispiel zu Neujahr) serviert.
Ursprünglich wurden diese Kuchen als Opfergaben für die Toten oder Gottheiten hergestellt. Die Reste dieser heiligen Delikatesse wurden von den Menschen verzehrt, da man glaubte, sie brächten Glück und Gesundheit. Heute ist Mochi eine alltägliche Delikatesse und dient auch als Basis für eine Vielzahl japanischer Desserts.
Desserts Siruko Shiruko (汁粉) wird aus Adzukibohnen zubereitet. Dieser Brei wird oft mit Mochi (Klebreisklößchen) und kandierten Kastanien serviert. Die Adzukibohnen werden üblicherweise gemahlen oder ganz in die Suppe gegeben. Zum Würzen verwendet man Zucker oder Kondensmilch. Die Bohnen werden wiederholt gekocht, getrocknet und zu einer Süßspeise verarbeitet. Dieses Dessert wird von den Japanern zu jeder Jahreszeit genossen.
Desserts Taiyaki Taiyaki (たい焼き) sind fischförmige Gebäckstücke mit einer süßen Azuki-Paste-Füllung. Der Name bedeutet übersetzt aus dem Japanischen „gebackene Dorade“. Sie werden aus Pfannkuchen- oder Waffelteig zubereitet. Traditionell wird Azuki-Paste als Füllung verwendet. Unter dem Einfluss der europäischen Kultur sind jedoch auch Schokoladen- oder Vanillecremefüllungen beliebt geworden.
Das erste Taiyaki tauchte 1909 in der Tokioter Konditorei Naniwaya auf. Heute ist die „gebackene Brasse“ in Supermärkten erhältlich und steht auf den Speisekarten zahlreicher Food-Courts. Natürlich gehört sie fest zu traditionellen japanischen Feiertagen. Seit 1970 erfreut sich das Lied „Swim, Taiyaki!“, das diesem süßen Gericht gewidmet ist, großer Beliebtheit.
Authentische japanische Desserts gibt es nur auf der Insel. Auf dem Festland haben Sie dazu wahrscheinlich nie die Gelegenheit. Wenn Sie das Glück haben, Japan zu besuchen, sollten Sie sich die köstlichen traditionellen Spezialitäten des Landes nicht entgehen lassen!












