Was ist ein Muffin? Geschichte, Sorten und ein einfaches Rezept
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Muffin. Schon das Wort allein weckt Assoziationen von einer süßen und angenehmen Atmosphäre. Tatsächlich passt der klangvolle Name dieser beliebten Leckerei perfekt zu ihrem feinen Geschmack, dem herrlich fluffigen Teig und ihrem ansprechenden Aussehen.
Dieser Muffin ist ein absolutes Muss auf der Karte kleiner Cafés, denn er verfeinert Kaffee und Tee. Reich an Schokolade, mit einer hohen Kruste, bestreut mit Mandelsplittern und vollgepackt mit Nüssen – das ist das Geheimnis des perfekten Muffins. Heute erzähle ich euch, wie diese beliebte Leckerei für Groß und Klein entstanden ist, warum sie zwei Herkunftsländer hat und wie sich die englische von der amerikanischen Variante unterscheidet. Außerdem backen wir gemeinsam einen klassischen amerikanischen Muffin.
Was ist ein Muffin?
Muffins (vom englischen Wort „muffin“) sind süße, kleine, runde Gebäckstücke mit verschiedenen Füllungen. Ein Standard-Muffin ist eine Einzelportion. Ein Muffin passt in die Handfläche eines Erwachsenen.

Diese Backwaren werden meist aus Weizen- oder Maismehl hergestellt. Während des Backvorgangs werden dem Teig verschiedene Zutaten hinzugefügt, von Schokoladenstückchen und Himbeeren bis hin zu Zitrone und Karotten. Je nach Fettgehalt der Milch, Zuckermenge und Art der Füllung können Muffins eine hervorragende Ergänzung zu einer Diät sein. Sie sind sättigend und lecker und stillen jeden Naschkatzen-Gelüst.
Der einzige kleine Nachteil von Muffins ist, dass sie schnell altbacken werden. Dieses Dessert wird aber sicherlich nicht lange auf dem Tisch stehen bleiben.

Verwechseln Sie Muffins nicht mit Cupcakes. Die wichtigsten Unterschiede zwischen diesen Backwarenarten finden Sie in meinem Artikel. ArtikelDie
Die Geschichte der Muffins
Die Ursprünge von Muffins sind unter vielen Kulinarhistorikern umstritten. Der genaue Ursprung dieses Desserts ist bis heute unbekannt. Der erste und vielleicht wichtigste Streitpunkt ist die Herkunft des Namens. Hierzu gibt es verschiedene Meinungen.
Einer Theorie zufolge stammt der Name „Muffin“, ein Gebäck, aus Großbritannien und geht auf das 11. Jahrhundert zurück. Die Engländer entlehnten das französische Wort „moufflet“, was so viel wie weiches Brot bedeutet. Eine andere Hypothese besagt, dass das Produkt aus einer deutschen Kochtradition stammt und mit dem Wort „muffe“, einem kleinen Kuchen, verwandt ist. Unbestreitbar ist, dass diese Köstlichkeit ihren Ursprung in Europa hat. Wer dieses klassische Gebäck jedoch erfunden hat, bleibt ein Geheimnis.

Muffins waren kleine, warme Fladenbrote aus Maismehl, die wie Brot gegessen wurden. Im 17. Jahrhundert galten sie überhaupt nicht als Dessert, und selbst die Füllung war oft ungesäuert oder herzhaft.
Muffins waren nicht für eine lange Haltbarkeit gedacht. Da sie schnell altbacken wurden, wurden sie im 17. Jahrhundert immer seltener gebacken. Haltbare Backwaren, die auch längere Transporte überstanden, hatten Vorrang. Außerdem verfügten die Konditoren jener Zeit nicht über eine große Rezeptvielfalt.

Muffins kamen dank englischer Einwanderer nach Amerika, die ein Stück ihrer Kultur mitbrachten. Die erste Bäckerei, die diese fluffigen Gebäckstücke verkaufte, eröffnete 1880 in New York City. Ihr Gründer war der Brite Samuel Thomas. Hier, im Muffin House in Manhattan, wurden die faustgroßen Muffins erstmals gebacken, wobei die traditionelle Hefe durch Backpulver ersetzt wurde. Doch erst nach der Weltausstellung 1893 in Chicago erlangten Muffins wirkliche Popularität.

Mitte des 20. Jahrhunderts begannen britische und amerikanische Lebensmittelhersteller mit der Produktion von Fertigmischungen für Muffins. In den 1960er-Jahren gab es in Großbritannien und Neuseeland bereits Dutzende von Cafés und Lokalen, die sich hauptsächlich auf den Verkauf von Muffins spezialisiert hatten. Dieses regionale Geschäft entwickelte sich schnell zu einem landesweiten Phänomen.

Gut zu wissen! Im Gegensatz zu den meisten Backwaren sind Muffins nicht nur gesund, sondern sogar gesundheitsfördernd. Kinderärzte empfehlen sie häufig für untergewichtige Kinder. Ernährungswissenschaftler raten zu kalorienreduzierten Muffins, um die Figur zu halten.
Aufgrund des hohen Anteils an pflanzlichen Fetten ist dieses Dessert zudem gut für die Blutgefäße. Diätmuffins aus hochwertigem Mehl fördern dank ihres Ballaststoffgehalts die Gehirnfunktion. Und traditionelle Füllungen wie Walnüsse, kandierte Früchte oder frisches Obst wirken sich positiv auf den gesamten Körper aus.
Muffinsorten
Welche Muffinsorten gibt es eigentlich? Unzählige Variationen und Rezepte existieren. Doch nur wahre Köche wissen, dass es im Grunde nur zwei Muffinarten gibt: amerikanische und englische. Obwohl sie denselben Namen tragen, unterscheiden sich die Backtechniken deutlich.
Englische Muffins
Ein Muffin ist im Englischen ein rundes, flaches Brötchen ohne Füllung – einfach ausgedrückt ein Fladenbrot. Es wird aus Hefeteig hergestellt. Diese Gebäckstücke werden in speziellen Öfen oder in Öfen ohne Formen gebacken.

Der ungesüßte englische Muffin wird warm und halbiert serviert. Man kann ihn mit Marmelade, Sahne oder Butter bestreichen. Perfekt für die traditionelle Teestunde!
Neben ihrer Verwendung als Dessert eignen sich englische Muffins hervorragend als Grundlage für Toast und ein herzhaftes Frühstück mit Eggs Benedict und Würstchen.

Amerikanische Muffins
Amerikanische Muffins sind eine Art Mini-Muffins, die aus verschiedenen Teigsorten zubereitet werden können. Sie werden oft mit Füllungen wie Johannisbeeren, Kirschen, Birnen und Cashewnüssen angeboten. Dadurch sinkt der Teig nicht auf den Boden der Form und die Muffins erhalten einen einzigartigen Geschmack und Duft.

In den USA ist Backpulver ein unverzichtbarer Bestandteil von Teig, wodurch Backwaren schön locker und luftig werden. Amerikanische Bäcker backen diese süßen Leckereien in speziellen Silikon- oder Metallformen.

Flauschig, süß und unglaublich lecker – amerikanische Muffins sind weltweit äußerst beliebt. Hausfrauen schätzen sie wegen ihrer schnellen Zubereitung, und Kinder erfreuen sich an der Vielfalt der Geschmacksrichtungen.
Rezept für klassische amerikanische Muffins
- Proteine: 5,8 g
- Fette: 15,9 g
- Kohlenhydrate: 47,6 g
- Gesamtzeit:
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Komplexität:
Die Vorbereitung ist einfach und unkompliziert, erfordert aber etwas Erfahrung. Nicht jeder schafft es auf Anhieb.
- Anzahl der Portionen: 16
Zutaten
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Milch250 ml
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Ei C12 Stück
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Zucker150 G
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Mehl250 G
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Kakao60 G
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Butter70 G
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Pflanzenöl50 ml
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Backpulver10 G
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Vanillezucker10 G
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Salz1 Prise
Vorbereitung
Bereiten Sie die Zutaten vor.
Die trockenen Zutaten (Mehl, Kakao und Backpulver) vermischen.
Die zimmerwarme Butter in ein großes Gefäß geben.
Gib Zucker, etwas Vanillezucker und eine Prise Salz zur Butter. Dann schlage alles mit einem Mixer glatt.
Gießen Sie das Pflanzenöl hinzu und schlagen Sie alles erneut mit einem Mixer. Nun sollten alle größeren Klumpen verschwunden sein.
Eier mit Zimmertemperatur unterrühren. Erneut schlagen.
Sie sollten eine zähflüssige, homogene Masse ohne Klumpen erhalten.
Gießen Sie die warme Milch in die Mischung und verquirlen Sie sie vorsichtig.
Sieben Sie die zuvor vermischten trockenen Zutaten durch ein Sieb in die entstandene Masse. Geben Sie Mehl und Kakao portionsweise hinzu, um Klümpchen zu vermeiden. Sie können die Masse mit einem Schneebesen oder einem Silikonspatel verrühren.
Nun können Sie Mandeln, Nüsse, Beeren oder kandierte Früchte zum Schokoladenteig hinzufügen.
Bereiten Sie die Muffinformen vor. Füllen Sie den Teig in die Förmchen. Füllen Sie sie zu 2/3 und streichen Sie die Oberfläche leicht glatt.
Im vorgeheizten Backofen bei 180 Grad etwa 20-25 Minuten backen.
Nehmen Sie die aufgegangenen Muffins aus dem Ofen. Lassen Sie sie abkühlen. Fertig!
Köstliche Schokoladenmuffins sind eine perfekte Ergänzung für jede Festtafel. Je nach Sorte – englische oder amerikanische – eignen sie sich für Desserts, herzhafte Gerichte und Vorspeisen. Welche bevorzugen Sie?








