Pastila mit Frucht- und Honigaroma
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Fruchtpastillen gehören zu den unvergesslichen Kindheitserinnerungen. Wir werden erwachsen, doch manchmal sehnen wir uns nach jener unvergesslichen Zeit mit dem Duft von Honig und Früchten. Versuchen wir, die Zeit mit modernen Rezepten für diese uralte russische Süßspeise zurückzudrehen.
Die Geschichte von Pastila
Das einzigartige Gericht „Pastila“ ist in der Rus seit Langem bekannt und lässt sich bis ins 14. Jahrhundert zurückverfolgen. Der Legende nach wurde es von den Bewohnern von Kolomna erfunden und aus Apfel- oder Beerenpüree zubereitet. Eine weitere wichtige Zutat war früher Honig, der im 19. Jahrhundert durch Zucker ersetzt wurde. Seit dem 15. Jahrhundert werden Eiweiße hinzugefügt, die der Pastila ihre schöne weiße Farbe verleihen.
Traditionell wurde Pastila in einem russischen Ofen zubereitet. Eine dünne Schicht eines Teigs aus Kartoffelpüree, Eiweiß und Honig wurde auf ein über Holzrahmen gespanntes Tuch gestrichen. Durch allmähliches Reduzieren der Ofenhitze trocknete die Pastila gleichmäßig. Sobald die ersten Schichten fertig getrocknet waren, erfolgte ein zweiter Trocknungsprozess in Erlenholzkisten, die in den Ofen gestellt wurden.
Zu Sowjetzeiten wurden Pastila in Industriebetrieben in Massenproduktion hergestellt. Diese Süßigkeiten ähnelten eher Marshmallows. Und obwohl wir uns hin und wieder gerne mal eine gekaufte Variante gönnen, bleiben selbstgemachte Pastila ein Genuss. Probieren wir es doch mal!
Fruchtpastilla-Rezepte - Apfel
Für dieses Rezept verwenden wir süß-säuerliche Äpfel. Wir verzichten auf die Zugabe von Honig oder Zucker: Die Süße des Gerichts wird allein durch den Eigengeschmack der Früchte bestimmt.
Die Äpfel in Stücke schneiden und das Kerngehäuse entfernen. Anschließend das Obst in einen dickwandigen Gusseisentopf geben und 3 Esslöffel sauberes Wasser hinzufügen. Zugedeckt 15 Minuten köcheln lassen. Danach die Äpfel mit einem Kartoffelstampfer gründlich zerdrücken und bei schwacher Hitze einkochen lassen, bis die Masse dickflüssig ist.
Legen Sie ein Stück Backpapier auf ein Backblech und verteilen Sie die Marshmallows dünn darauf. Heizen Sie den Backofen auf 100 Grad Celsius vor, lassen Sie die Tür einen Spalt offen und lassen Sie die Marshmallows im Ofen trocknen, bis sie gar sind. Die fertige Süßigkeit sollte weich sein, nicht reißen oder brechen, aber auch nicht klebrig. Nach dem Backen können Sie sie in Streifen schneiden oder aufrollen und in einem Glas aufbewahren.
Pflaumenpastilla mit Zucker
Für die Zubereitung benötigen Sie 3 kg Pflaumen (alternativ können Sie auch andere Früchte oder Beeren wie Wassermelone oder Melone verwenden) und 1 kg Zucker. Entsteinen Sie die Pflaumen und halbieren Sie sie. Legen Sie die Pflaumen auf ein Backblech und backen Sie sie 20 Minuten lang im auf 200 °C (400 °F) vorgeheizten Backofen. Nehmen Sie die Pflaumen heraus, lassen Sie sie abkühlen und pürieren Sie sie anschließend in einem Mixer, bis eine glatte Masse entsteht. Geben Sie den Zucker hinzu und verrühren Sie alles gut.
Legen Sie ein Backblech mit Backpapier aus, sodass ein Rand entsteht, und verteilen Sie die Fruchtmischung in 4–5 cm dicken Schichten darauf. Die Pastila kann an der Luft getrocknet oder im Backofen bei 60 Grad Celsius gebacken werden.
Johannisbeer- und Apfelpastilla
Dieses Rezept ist zwar recht aufwendig, aber die Pastila schmeckt genauso gut wie gekaufte. Wir verwenden dafür einen Boden, der Folgendes erfordert:
- 5 Äpfel;
- ein Glas Zucker;
- einen Esslöffel Eiweiß;
- ein wenig Vanillin;
- etwas Puderzucker.
- Für den Sirup können Sie 50 g Johannisbeersaft oder Wasser nehmen und 0,15 kg Zucker hinzufügen.
Für dieses Rezept wird außerdem eine Füllung auf Gelatinebasis benötigt, die aus Johannisbeersaft (50 g) und 4 Teelöffeln Gelatine hergestellt werden kann.
Zubereitungsmethode:
- Die Äpfel schälen, in Stücke schneiden und auf einem Backblech im Ofen bei 200 Grad Celsius 20 Minuten lang trocknen.
- Die Äpfel mit einem Mixer zu einem Püree verarbeiten und 5 Esslöffel davon beiseite stellen.
- Das Püree mit Zucker bestreuen und abkühlen lassen.
- Gib einen halben Löffel Eiweiß zum Püree und verrühre alles mit einem Mixer, bis eine dicke Masse entsteht.
- Übergießen Sie die Johannisbeeren mit kochendem Wasser und reiben Sie sie durch ein Sieb, um den Saft zu gewinnen.
- Gießen Sie 0,1 l des entstandenen Saftes ab.
- Gelatine in 50 ml Johannisbeersaft einrühren und quellen lassen.
- Gib 0,15 kg Zucker zur anderen Hälfte des Saftes. Koche nun den Sirup auf. Sobald er kocht, lass ihn weitere 5 Minuten köcheln. Wenn du den Sirup in kaltes Wasser gibst, sollte er eine Kugel bilden.
- Gießen Sie den Sirup in das Apfelmus und rühren Sie langsam um.
- Zur Zubereitung der Füllung die Gelatine in einer Schüssel über dem Herd erhitzen, bis sie sich auf 60 Grad erwärmt hat.
- Die Füllung zum entstandenen Püree geben und 2-3 Minuten mit einem Mixer verrühren.
- Gieße die Mischung in eine Form und stelle sie über Nacht in den Kühlschrank. Sobald sie fest ist, bestreue sie mit Puderzucker.
Jetzt kannst du es in Stücke schneiden und probieren!
Pastila zuzubereiten ist kinderleicht, sogar in der eigenen Küche! Also schnapp dir ein paar Löffel, einen Mixer und ein Rezept und mach dich bereit, kulinarische Meisterwerke zu kreieren!












