Limonade ist ein weltweit beliebtes Sommergetränk. Sobald die Außentemperaturen ein paar Grad steigen, tauchen an fast jeder Ecke Limonadenstände auf. Kein Wunder, denn das Getränk ist erfrischend, belebend und stimmungsaufhellend.

Ein Glas kühle Limonade löscht den Durst, lindert Hitzestress und gibt neue Energie. Sie ist eine tolle Alternative zu Kaffee und Tee und eine wunderbare Bereicherung für jede Tafel, ob zum Abendessen oder an Feiertagen. Limonade wird nie langweilig, und bei der riesigen Auswahl ist für jeden Geschmack etwas dabei.

Was ist Limonade?

Limonade heißt aus offensichtlichen Gründen Limonade. Die Basis dieses Sommergetränks ist frisch gepresster Zitronensaft, seltener werden auch andere Zitrusfrüchte wie Orangen, Limetten oder Grapefruits hinzugefügt.

Die Frucht stammt aus Nordindien und ist dort um 2000 v. Chr. entstanden. Wahrscheinlich war sie in ihren Anfängen eine Kreuzung mehrerer Zitrusarten. Als eine der Vorfahren der Zitrone gilt die Zitronatzitrone – eine große, leuchtend gelbe Zitrusfrucht mit dicker Schale.

Anfang des 8. Jahrhunderts begann die „große Reise“ der Zitrone, die sie zu einer der bekanntesten Früchte der Welt machte. Etwa zu dieser Zeit gelangte die Frucht von Asien nach Ägypten. Dank der Araber, die die Zitrone nach Spanien und Italien brachten, gelangte sie auch nach Europa. Kolumbus brachte Zitronensamen nach Amerika.

Das Wort „Limonade“ hat Französisch Herkunft (von Limonade – „kühles Getränk“).

Die Geschichte der Limonade

Die Geschichte der Limonade ist äußerst interessant, denn das Getränk entstand durch einen reinen Zufall.

Im 17. Jahrhundert, während der Herrschaft Ludwigs XIV., war Traubenwein das beliebteste Getränk unter Königen und Adligen. Für seine Herstellung wurden die edelsten Traubensorten verwendet. Der Wein reifte in großen Fässern in den Verliesen. Am Hof ​​gab es sogar eine besondere Stellung: den Mundschenk. Dieser Diener servierte den königlichen Gästen alkoholische Getränke.

Neben Weinfässern enthielten die Verliese auch Krüge mit Zitronensaft, der während des Gärungsprozesses als Verstärker diente.

Die Geschichte der Limonade – Foto 1

Eines Tages verwechselte der Mundschenk Ludwigs XIV. Zitronensaft mit Wein. Er bemerkte den Irrtum erst kurz vor dem Servieren. Um den Fehler zu beheben, fügte er Zucker hinzu und verdünnte den Saft mit Wasser. Dem König gefiel die ungewöhnliche Kombination, und selbstgemachte Limonade verbreitete sich rasch in ganz Frankreich und dann in der ganzen Welt.

Lange Zeit konnten sich nur Aristokraten den erfrischenden Geschmack von Limonade leisten. Frisch gepresster Zitronensaft war nicht für jeden erhältlich, da er aus heißen Regionen importiert werden musste. Zum Verdünnen wurde meist Mineralwasser aus Heilquellen verwendet. Und Zucker war Gold wert.

Joseph Priestley leistete einen bedeutenden Beitrag zur Entwicklung der industriellen Herstellung von kohlensäurehaltiger Limonade. Im Jahr 1767 erfand der britische Naturforscher ein Gerät zur Anreicherung von Flüssigkeiten mit Kohlendioxid.

Die Geschichte der Limonade – Foto 2

Sättigungsstoffe trugen zur Entstehung von Unternehmen bei, die süße Limonaden auf Saftbasis herstellten. Die erste großtechnische Produktion von kohlensäurehaltigen Getränken wird dem Deutschen Jacob Schweppes zugeschrieben, dem Vater der beliebten Marke „Schweppes“.

Die Amerikaner übernahmen diesen Ansatz bald und hoben die Produktion von kohlensäurehaltigen Wässern und Säften auf ein neues Niveau. Die erste eingetragene Marke für ein Erfrischungsgetränk war „Lemon’s Superior Sparkling Ginger Ale“ in den Vereinigten Staaten im Jahr 1883.

Ausländische Limonade kam während der Herrschaft Peters des Großen nach Russland. Der Kaiser war der Hauptförderer dieses Getränks. Auf seinen Befehl hin war kein gesellschaftliches Ereignis am Hof ​​vollständig ohne mit Wasser verdünnten Zitronenaufguss.

Welche Limonadensorten gibt es?

Die Blütezeit der Massenproduktion von abgefüllter Limonade begann im 20. Jahrhundert. Kohlensäurehaltige Getränke wurden für jedermann erschwinglich, vor allem durch den Ersatz natürlicher Fruchtsäfte durch Konservierungsstoffe, die Verwendung von Farbstoffen und Aromen. Die Produktionskosten dieser Getränke waren niedrig, die Gewinne der Hersteller hingegen vervielfachten sich.

In der UdSSR war Limonade praktisch das beliebteste Getränk. Man konnte sie an jeder Ecke kaufen. Um dies zu erreichen, wurden Limonadenautomaten an Bahnhöfen, in Parks und anderen belebten Orten aufgestellt.

Welche Limonadensorten gibt es? – Fotos

Heutzutage kann man in jedem Geschäft in der Nähe rund um die Uhr erfrischende Limonade kaufen. Es gibt kohlensäurehaltige und stille Varianten, süße und weniger süße, fruchtige Geschmacksrichtungen und Angebote für jeden Geldbeutel. Die Hersteller bieten Hunderte von Sorten an. Die Qualität der Getränke lässt jedoch oft zu wünschen übrig.

Ärzte warnen davor, dass der regelmäßige Konsum von industriell hergestelltem Wasser die Körperfunktionen negativ beeinflussen kann. Wer also leckere und gleichzeitig gesunde Limonade genießen möchte, sollte sie am besten selbst mit hausgemachten Zutaten zubereiten.

Industrieproduktion

Heutzutage verzichten viele Menschen lieber auf die Zubereitung eines leichten Sommergetränks und kaufen stattdessen fertige Limonade. Ihre Namen sind vielen ein Begriff. Selbst mit geschlossenen Augen können wir uns den Geschmack von „Estragon“, „Zitrone“ und „Sahne-Soda“ vorstellen. Doch was genau sind diese beliebten Getränke?

Estragon

Dieses beliebte Getränk entstand Ende des 19. Jahrhunderts dank der Erfindungsgabe des Tiflis-Apothekers Lagidze. Er beschloss, Limonade nicht mit Zitronensaft, sondern mit einem Kräuteraufguss herzustellen, der kaukasischen Estragon enthielt. Das Getränk wurde speziell an den Schah von Iran geliefert.

Welche Limonadensorten gibt es? Estragon – Foto

Citro

Zitronenlimonade (vom französischen Wort „citron“, Zitrone) wurde 1812 in Frankreich erfunden. Das Rezept des Getränks wurde lange geheim gehalten und war erst in den 1950er-Jahren für die breite Masse erhältlich. Das Geheimnis seines feinen Geschmacks liegt darin, dass es nicht auf konzentriertem Zitronensaft, sondern auf einem Aufguss aus Zitronenschalen basiert.

Welche Limonadensorten gibt es? – Foto

Sahne-Limonade

Diese Limonade, eine weitere Kreation von Mitrofan Lagidze, wurde vor über einem Jahrhundert erfunden. Ihre Besonderheit liegt in der Zubereitung mit geschlagenem Eiweiß. Die Kohlensäure im Wasser ist unerlässlich.

Limonadenarten – Sahnelimonade – Foto

Bionad

Deutschland hat der Welt nicht nur das köstlichste Bier geschenkt, sondern auch eine ungewöhnliche Bio-Limonade, die „Bionade“. Die Zutaten des Getränks sind fast identisch mit denen von Bier: Gerstenmalz, Zucker und Kräuterzusätze.

Der Hauptunterschied liegt in der bakteriellen Produktionstechnologie, die Gluconsäure anstelle von Ethanol herstellt. Dieses alkoholfreie Getränk ist sehr gesund.

Welche Limonadensorten gibt es? – Foto von Bionad

Hausgemacht

Limonade gehört zu den einfachsten Getränken, die man zu Hause zubereiten kann. Meistens benötigt man für selbstgemachte Limonade nur drei Zutaten: Zitronensaft, Zucker und Wasser.

Natürliche Zutaten ermöglichen es Ihnen, den ursprünglichen Geschmack von Limonade zu genießen, den schon Ludwig XIV. genoss. Beachten Sie jedoch, dass dieses Getränk nur eine Woche haltbar ist. Hier finden Sie einige klassische Rezepte, die jeder ganz einfach nachmachen kann.

Traditionelle Limonade

200 ml Wasser und Zucker in einem Topf verrühren und bei mittlerer Hitze zum Kochen bringen. 4–5 Zitronen auspressen. Zitronensaft und Sirup in einer Karaffe vermengen und umrühren. Mit Wasser oder Mineralwasser verdünnen.

Welche Limonadensorten gibt es? Traditionelle Limonade. Foto.

Erdbeerlimonade

8–10 frische Erdbeeren im Mixer pürieren. Eine Zitrone und anderthalb Limetten auspressen. Aus 150 g Zucker und 200 ml Wasser einen Sirup herstellen. Alle Zutaten vermengen und mit 1 Liter Wasser verdünnen. Minze, Estragon und Eis in eine Karaffe geben.

Welche Limonadensorten gibt es? Erdbeerlimonade. Foto.

Blaubeerlimonade

200 g Blaubeeren, 250 ml Zitronensaft, einen Bund Minze und 125 g Puderzucker pürieren, bis eine glatte Masse entsteht. Die Mischung in einen Krug geben und mit Wasser auffüllen. Nach Belieben Eiswürfel und Minze hinzufügen.

Welche Limonadensorten gibt es? Blaubeerlimonade. Foto.

Limonade ist über 400 Jahre alt und dennoch nach wie vor ein beliebtes Getränk, besonders bei heißem Wetter. Kein Wunder, denn die fruchtige und spritzige Limonade wirkt wunderbar erfrischend und belebend.